SDR USB-Stick am Smartphone/Tablet

Die preiswerten DVB-T Sticks, wie der Hama nano, Cinergy TStickRC und viele andere haben dazu beigetragen, das sich inzwischen sehr viele Technikfreaks und Tüftler mit SDR – Software Defined Radio beschäftigen.

Aber erst die freie Verfügbarkeit hervorragender Software, wie SDR# [1], ADSB# [2] und weiterer Lösungen, wie z.B. im OsmoSDR Wiki aufgeführt [3], die sogar meist quelloffen verfügbar sind, führen dazu, das immer neue Ideen realisiert werden.

So bin ich gerade auf eine interessante Lösung für Smartphones und Tablets mit dem Android-Betriebssystem gestoßen – SDR Touch [4] von Martin Marinov:

SDR_touch_iconDamit ist es möglich, einen DVB-T Stick am Tablet-PC oder Smartphone direkt zu nutzen und so live Funksignale unter Android zu empfangen und zu dekodieren:

Android_SDR

Asus Android Tablet mit SDR-Touch und Hama nano DVB-T Stick

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SDR# mit Hama nano vs. Cinergy T

Seit zwei Tagen habe ich zu meinem Hama nano einen weiteren USB DVB-T Stick im Einsatz, den TERRATEC Cynergy TStick RC. Beide Sticks sind zwar von der Hardware identisch mit dem Realtek RTL2832U als USB-Controller und dem Elonics E4000 Tuner ausgestattet, aber das waren auch schon die Gemeinsamkeiten.

Schon in der Baugröße unterscheiden sich beide mehr als deutlich, der Cinergy-Stick ist von seinen Dimensionen ca. 6x größer – doch mich interessierte, wie sich beide im  direkten Vergleich schlagen würden.

Der erste Test wurde im UKW-Rundfunkbereich bei 101.000 MHz durchgeführt, links der Hama nano, rechts der Cinergy RC:

SDR_Vergleich_nano_Cinergy_101MHz

Bergen – 20.02.2013 – 00Z – H1963051

An diesem Wochenende brachte uns die Wetterlage zwar keine Sonden aus entfernten Startorten, dank der unterschiedlichen Bursthöhen (06/18Z 15-20km <-> 00/12Z 30-31km) bescherte uns allerdings Bergen seit Samstag früh ein wenig Abwechslung.

Nach der Landung der Abendsonde H1943504 vom 19.01. – 18Z am südöstlichen Ortsrand von Steinhorst drehte auch die Nachtsonde H1963051 nach einer Ehrenrunde über den Segelflugplatz in Repke um 180° und steuerte ebenfalls auf Steinhorst zu.

Bildschirmdarstellung: Kartenmaterial TOP50 – © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN)

Ganz reichte der Wind dann nicht mehr aus und so landete sie zwischen der B4 und Siedlung Reinhorn im Naturschutzgebiet Lachte auf einer Moorfläche am Kainbach.

Das Gebiet ist aus Norden besser zu erreichen, da so das Bachtal und die Sumpffläche nicht überquert werden muß, statt von der Siedlung Reinhorn wurde also Lüsche als Ausgangspunkt für die Nachsuche gewählt. Durch die herrliche Winterlandschaft ging es zunächst Richtung B4 und dann 90° querab in den Wald, was den Eichelhähern natürlich nicht entging.

Die Bach- und Sumpffläche präsentierte sich dann bei der Ankunft wie auf dem nächsten Bild:

bergen_200113_001

Wer findet die Sonde auf dem Bild?

Mit dem DF 8×40 war die Lage dann allerdings schnell geklärt, interessant stellte sich dann noch heraus, das der rote Fallschirm aus der ersten Position nicht zu erkennen war.

SDR# – Hama nano vs. Cinergy T

Seit zwei Tagen habe ich zu meinem Hama nano einen weiteren USB DVB-T Stick im Einsatz, den TERRATEC Cynergy TStick RC. Beide Sticks sind zwar von der Hardware identisch mit dem Realtek RTL2832U als USB-Controller und dem Elonics E4000 Tuner ausgestattet, aber das waren auch schon die Gemeinsamkeiten.

Schon in der Baugröße unterscheiden sich beide mehr als deutlich, der Cinergy-Stick ist von seinen Dimensionen ca. 6x größer – doch mich interessierte, wie sich beide im  direkten Vergleich schlagen würden.

Der erste Test wurde im UKW-Rundfunkbereich bei 101.000 MHz durchgeführt, links der Hama nano, rechts der Cinergy RC:

SDR_Vergleich_nano_Cinergy_101MHz

Auffällig ist, das bei gleicher Kontrasteinstellung schon optisch ein stärkeres Rauschen des Cinergy zu erkennen ist, der Pegel liegt ca. 10dB über dem Hama nano, allerdings ist auch das Nutzsignal fast um den gleichen Wert höher.

Der nächste Test wurde im 433 MHz ISM-Bereich durchgeführt, hier senden z.B. drahtlose Thermometer usw., also ein guter Test, um mal zu prüfen, was so in der Nachbarschaft installiert wurde. Hier spielt ein SDR mit seiner Wasserfalldarstellung auch voll seine Stärken aus:

SDR_Vergleich_nano_Cinergy_433MHzGut zu sehen ist hier, das die Signale des Cinergy sehr viel besser zu erkennen sind, der Hama nano läßt zeigt im Spektrum oben nur 3-4 Signale, der Cinergy läßt ohne Mühe 6 Bursts erkennen, ist also offenbar in diesem Frequenzbereich wesentlich empfindlicher.

Das bestätigt dann auch der abschließende Test im 438 MHz Amateurfunkband bei der Relaisbeobachtung:

SDR_Vergleich_nano_Cinergy_439MHzDas nur schwach einfallende Relais bei 438.8875 MHz ist links auf dem Hama nano nur mit ca. -42 dB aufzunehmen und die NF stark angerauscht, während der Cinergy RC hier mit -18 dB über 20dB mehr herausholt und so daß Relais deutlich besser aufzunehmen ist.

Der finale Test stand dann natürlich beim nächsten Start einer Radiosonden in Bergen für heute mittag an, auch hier ist das Ergebnis eindeutig:

SDR_Vergleich_nano_Cinergy_405700MHz_2 SDR_Vergleich_nano_Cinergy_405700MHz_6

Jeder Stick hat also in verschiedenen Bereichen seine Stärken, in Verbindung mit einem Bandpass und einem rauscharmen Vorverstärker erreichen jedoch beide annähernd gleiche Ergebnisse, lediglich der mit 19,- EUR zur Zeit sehr günstige Preis für den Terratec Stick und die Tatsache, das der Hama nano inzwischen fast nicht mehr erhältlich ist, sind hier wohl kaufentscheidend.

Einen preiswerten und sehr leistungsfähigen SDR erhält man mit beiden getesteten Sticks.